Liebe INTOURA Mitglieder,
die Berliner Landespolitik plant eine Ausbildungsplatzumlage, die alle Unternehmen belasten würde – unabhängig davon, ob sie ausbilden oder nicht.
Das untergräbt nicht nur die Ausbildungsbereitschaft vieler Betriebe, sondern gefährdet auch die wirtschaftliche Substanz unserer Unternehmen.
Als INTOURA e.V. vertreten wir Arbeitgeber, die bereits heute enorme Verantwortung übernehmen und ihren nicht unerheblichen Anteil an ca. 1,7 Millionen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen und über 35.000 Ausbildungsplätzen in Berlin stellen.
Doch genau dieses Engagement wird nun durch die Pläne von SPD und CDU konterkariert.
> Den aktuellen Gesetzesentwurf könnt ihr hier nachlesen: https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/DruckSachen/d19-2552.pdf
Warum die geplante Umlage fatal wäre
Der aktuelle Gesetzesentwurf sieht vor, alle Betriebe zur Kasse zu bitten – selbst jene, die ausbildungswillig sind, aber keine passenden Bewerber finden, oder solche, die gar nicht ausbilden dürfen. Die Folgen wären fatal: mehr Bürokratie, weniger Investitionen und kein einziger zusätzlicher Ausbildungsplatz. Im Gegenteil, euer Engagement würde nicht honoriert, sondern pauschal bestraft.
Das gemeinsame Ziel der Berliner Wirtschaft, um die Zwangsumlage zu verhindern:
2.000 zusätzliche Ausbildungsverträge für ganz Berlin / alle Branchen – bis Ende 2025!
Dieses Ziel ist erreichbar, wenn wir – Politik und Wirtschaft – gemeinsam handeln.
Was Ihr jetzt tun könnt:
Wir appellieren dringend an Euch:
Schließt, wenn irgend möglich, zusätzliche Ausbildungsverträge ab. Jede neue Ausbildung zählt und bringt uns dem Ziel näher, die Umlage zu verhindern!
Meldet Eure freien Ausbildungsstellen der Arbeitsagentur. Nur so können wir eine optimale Vermittlung gewährleisten und zeigen, dass die Wirtschaft bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.
Die IHK steht euch allen jederzeit zur Verfügung – bei allen Fragen rund um die Ausbildung.
Und besonders hilfreich:
Die IHK hilft Euch ggfs., Ausbildungsverhältnisse praktisch zu jedem x-beliebigen Kalendertag des Jahres beginnen zu können, wenn sich ein solcher Bedarf bei der Kandidatensuche ergibt (also nicht nur wie üblich im Herbst oder Frühjahr).
Tretet bitte lautstark und entschieden mit politischen Entscheidungsträgern in den Dialog. Macht deutlich, dass wir keine pauschalen Belastungen, sondern gezielte Förderung und weniger Bürokratie für Ausbildungsbetriebe brauchen. Berlin braucht Fachkräfte – die wir idealerweise durch drastisch verbesserte Schulbildung (in allen Schulzweigen!), bessere Berufsorientierung in den Schulen, ein besseres Matching von Bewerbern und Betrieben im Vermittlungsprozess und generell viel bessere gesellschaftliche Wertschätzung der Ausbildung gewinnen – nicht durch zusätzliche finanzielle Belastungen und mehr kontraproduktive Bürokratie.
Nutzt Eure Stimme – für Ausbildung, für unsere Betriebe und für Berlins Zukunft!
Ein zur gesamten Thematik sehr hilfreiches, en detail informatives Papier wurde uns dankenswerterweise von der IHK zur Weiterleitung an unsere Mitglieder zur Verfügung gestellt.
>>> Bitte schaut unbedingt hinein – man begreift das Drohpotenzial für uns alle erst richtig, wenn man das gesehen hat (in Verbindung mit dem weiter vorne verlinkten Gesetzentwurf)!!
Bei Rückfragen oder Bedarf an weiteren Informationen meldet Euch gerne bei uns.
Mit partnerschaftlichen und kämpferischen Grüßen
Euer INTOURA-Vorstand

