Liebe Mitglieder,
Im Vorfeld der anstehenden Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus haben wir euch gestern (03. Juni 2026) zu einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion ins Europäische Haus Berlin eingeladen. Im Zentrum der Debatte stand eine Frage, die uns alle bewegt: Wie wird sich der Berliner Tourismus in den kommenden Jahren entwickeln und wie kann unsere Stadt trotz der aktuellen Herausforderungen ihren Charakter als lebenswerte, dynamische und weltoffene Metropole bewahren?
Engagierter Austausch über Parteingrenzen hinweg
- Julian Schwarze (Bündnis 90/Die Grünen, Sprecher für Stadtentwicklung, für Tourismus und für Clubkultur)
- Marco Hahnfeld (CDU, Abgeordnetenhaus Berlin, MdA)
- Dunja Wolff (SPD, Sprecherin für Tourismus und Kreativwirtschaft)
- Christoph Meyer (FDP-Landesvorsitzender)
- Hans-Ulrich Riedel (Die Linke, Sprecher der LAG Wirtschaft. Unternehmen. Finanzen. in der Linken Berlin)
Unter der gewohnt souveränen Moderation von Holger Trocha entwickelte sich eine ebenso tiefgründige wie lebendige Diskussion:
In der Debatte wurde deutlich, dass der Erfolg des Berliner Tourismus untrennbar mit der Lebensqualität und Funktionsfähigkeit der gesamten Stadt verknüpft ist.
Die Kernfragen drehten sich vor allem um die richtige Balance zwischen der Lebensqualität der Berlinerinnen und Berliner und den wirtschaftlichen Impulsen einer florierenden Tourismus- und Kreativwirtschaft.
Eine saubere, sichere und verlässliche Infrastruktur bildet dabei die essenzielle Grundlage, damit sowohl staatliche als auch privatwirtschaftliche Angebote im fairen Wettbewerb wachsen können. Gerade die privatwirtschaftlichen Attraktionen wurden als zentrale Tourismus-Magneten hervorgehoben, die zehntausende Arbeitsplätze sichern und politische Anerkennung sowie stabile Rahmenbedingungen benötigen.
- Das „Brett“ Lufthansa-Monopol: Die Teilnehmer waren sich einig, dass die fehlenden Langstreckenverbindungen ein massives Problem für das internationale Incoming-Geschäft und die Berliner Wirtschaft sind. Die „unheilige Allianz“ zwischen der Lufthansa und dem Bund, die andere Drehkreuze bevorzugt, muss politisch aufgebrochen werden. Als Ergänzung wurde ein massiver Ausbau des internationalen Schienennetzes (ICE-Anbindungen) gefordert.
- Sauberkeit & Sicherheit als Mentalitätsfrage: Ob durch höhere Bußgelder für Müllsünder, den Einsatz moderner Technik (wie Reinigungsroboter nach dem Vorbild Oslos) oder eine Reform der Zuständigkeiten zwischen BSR und den Bezirken – hier muss sich schnell etwas ändern. Das Ziel: Die Berlinerinnen und Berliner müssen wieder stolz auf ihre saubere Stadt sein.
- Verwaltungsreform und Digitalisierung: Um die Effizienz der Stadt zu steigern, müssen Doppelzuständigkeiten zwischen den Bezirken und dem Land Berlin dringend abgebaut werden. Ein schlankerer, digitaler Verwaltungsapparat entlastet Bürger, Verwaltung und Unternehmen gleichermaßen.
Ein herzliches Dankeschön!
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Gästen, die den Abend mit ihren Fragen und ihren Präsenz bereichert haben.
Ein ganz besonderer Dank gilt dem Team von Erlebnis Europa für die gastfreundliche und großzügige Bereitstellung der Räumlichkeiten sowie allen Podiumsgästen für die wertvollen Einblicke!
Mit den gewonnenen Impulsen und jeder Menge frischer Energie blicken wir hochmotiviert auf die kommenden Projekte. Wir freuen uns schon darauf, den Dialog mit euch fortzusetzen, und auf ein baldiges Wiedersehen!
Euer INTOURA-Team

