Corona-Updates

Zur Überbrückung von Liquiditätslücken gibt es drei Möglichkeiten. Wir haben Ihnen einen Leitfaden zusammen gestellt. 
Anträge können seit Donnerstag, 19.03.2020 bei der IBB gestellt werden. 

Zum Leitfaden: Liquiditätshilfen – Wie gehen Sie vor!

INTOURA-„Corona-Infotelefon“ +491787943333 – Montag bis Freitag 11.00 – 16.00 Uhr

+++ 02.04.2020 +++

Aktuelles zum Thema:

Dauer der Schließung
Der Regierende Bürgermeister hat heute angekündigt, dass die Kontaktsperre bis zum 19. April verlängert wird. Die Museen in Amsterdam sind bereits jetzt bis 1. Juni geschlossen.
Wir hoffen sehr, dass wir falsch liegen, aber rechnen Sie in Ihren Programm- und Liquiditätsplanungen nicht mit einer Wiedereröffnung Ihrer Attraktionen am 20. April!

Gutschein statt Erstattung
Das Bundeskabinett hat heute beschlossen, dass zukünftig Veranstalter übergangsweise Erstattungen in Form von Gutscheinen statt Rückzahlung vornehmen können. Das Gesetz dazu muss noch formuliert und mit der EU abgestimmt werden. Wir gehen im Moment davon aus, dass die Regelung für alle Eintrittskarten und Theatertickets gelten wird.
Wenn Sie in Liquiditätsnöten sind, warten Sie also vor weiteren Erstattungen auf die endgültige Gesetzesregelung.

Steuervorauszahlung zurückholen
Neben der Senkung der zukünftigen Steuervorauszahlung können Sie beim Finanzamt auch die Rückzahlung der im Februar und März vorausgezahlten Gewerbe- und Körperschaftssteuer beantragen. Wenn Sie nachvollziehbar begründen können, dass Sie in diesem Jahr auf Grund der Krise keine Gewinne mehr erwarten, werden Ihnen die vorausgezahlten Beträge zurückerstattet.

IBB Soforthilfe
Die Investitionsbank Berlin hat aktuell sowohl die Soforthilfe I (Darlehen) gestoppt, als auch bis 6. April die Soforthilfe II (Zuschüsse für Kleinstunternehmen). Die Zuschüsse des Bundes sollen ab 6. April wieder beantragt werden können, das sind:
– für Selbstständige und Unternehmen bis 5 Beschäftigte bis zu 9.000 EUR
– für Unternehmen bis 10 Beschäftigte bis zu 15.000 EUR
Größere Unternehmen können aktuell nur über ihre Hausbank KfW-Darlehen beantragen.
Sollten Ihre Anträge abgelehnt werden, informieren Sie uns bitte am Infotelefon 01787943333 oder per E-Mail

+++ 31.03.2020 +++

Aktuelles zum Thema:

Liquiditätslücken überbrücken
Seit Samstag ist die Soforthilfe I des Landes Berlin, die zinslosen Darlehen der IBB, gestoppt. Trotz großer Versprechen sieht es nach der heutigen Senatspressekonferenz nicht so aus, als ob das Programm noch einmal aufgelegt wird. Warten Sie daher nicht ab, wenn Sie in absehbarer Zeit in Liquiditätsengpässe kommen, sondern beantragen Sie über die anderen, unten genannten, Wege jetzt Nothilfen!
Wenn Sie keine Zusagen erhalten, informieren Sie uns bitte per E-Mail oder am Notfalltelefon unter 01787943333, damit wir Ihren Fall mit der Politik diskutieren können.

Es gibt aktuell folgende Möglichkeiten zur Sicherung Ihrer Liquidität:
– IBB-Soforthilfe I: Zuschüsse für Kleinstunternehmen bis 10 Mitarbeitern (siehe FAQ-Liste der IBB)
– KfW-Darlehen, 90% vom Bund besichert, 1% Zinsen, Beantragung über Ihre Hausbank
– Darlehen über Bürgschaftsbank: >> zum Finanzierungsportal

IBB FAQ-Liste zum Download
Die Investitionsbank Berlin hat nach den ersten Erfahrungen eine FAQ-Liste mit den wichtigsten auftretenden Fragen bei der Antragsstellung der Soforthilfen zusammen gestellt. Die Hotlines sind sehr gefragt dieser Tage und so können einige grundlegende und wiederkehrende Fragen im Vorgriff beantwortet werden: IBB FAQ Corona-Hilfen

Kostenfreie Prüfung: Versicherungsschutz in der Corona-Krise
Unser Fördermitglied Bereuter & Cie. bietet allen INTOURA-Mitgliedern die kostenfreie Prüfung Ihrer bestehenden Versicherungspolicen an. Ist z.B. eine Betriebsschließungsversicherung mit in der Police enthalten, greift hier der Versicherungsschutz. Sie erhalten ein schnelles Feedback. Danach kann gehandelt werden. Auf Wunsch übernimmt die Bereuter & Cie. GmbH auch die Schadensmeldung und Anspruchsstellung.
Wenn Sie diesen Service nutzen möchten, senden Sie bitte Ihre aktuelle Unternehmenspolice nebst den gültigen Versicherungsbedingungen per Email an Herrn Georg Bereuter unter dem Stichwort „INTOURA“.

+++ 26.03.2020 +++

Aktuelles zum Thema:

Start-Ups
Staatssekretär Rickerts hat INTOURA heute mitgeteilt, dass die Drei-Jahres-Grenze der IBB-Darlehen gestrichen ist, wie von uns seit den ersten Gesprächen gefordert wurde. Alle Unternehmen mit unter 250 Mitarbeitern können also Anträge auf die zinslosen Darlehen stellen.

Arbeitnehmerüberlassung und Zuverdienst
Während unsere Mitarbeiter auf Grund der Schließung keine Beschäftigung haben, gibt es Branchen mit akuten Personalsorgen – wie den Lebensmittelhandel oder die Landwirtschaft.

Die Bundesregierung hat hierzu beschlossen:
– Mitarbeiter in Kurzarbeit können bis zur Höhe ihres normalen Nettogehalts bei anderen Unternehmen hinzuverdienen, ohne dass die Einnahmen auf das Kurzarbeitergeld angerechnet werden.
– Ausnahmsweise können auch ohne Erlaubnis Arbeitnehmer ausgeliehen werden. Das ist zum Beispiel für Mitarbeiter sinnvoll, die kein Kurzarbeitergeld bekommen wie studentische Mitarbeiter.

Ermuntern Sie Ihre Mitarbeiter zum Zuverdienst oder organisieren Sie die Arbeitnehmerüberlassung zum Beispiel mit dem Lebensmittel-Einzelhandel.
>> zum Aufruf des Handelsverband Berlin-Brandenburg

+++ 25.03.2020 +++

Aktuelles zum Thema:

Soforthilfepaket II
Am Freitag, dem 27. März 2020 wird das Land Berlin eine weitere Hilfe für Unternehmen unserer und anderer betroffener Branchen umsetzen: Um 12 Uhr können die Anträge für das Zuschussprogramm für Kleinst- und Solounternehmen bis zu maximal fünf Beschäftigten gestellt werden. Dazu müssen keine Unterlagen eingereicht oder hochgeladen werden. Stattdessen genügen Angaben zur Firma (Name, Straße, PLZ, Rechtsform), die letzten fünf Ziffern des Ausweisdokuments (Personalausweis und Reisepass), die Steuernummer und die IBAN der Bankverbindung des Unternehmens.
>> zur Website der IBB

+++ 24.03.2020 +++

Aktuelles zum Thema:

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen
Auf Antrag können Sozialversicherungsbeiträge gestundet werden. Turnusgemäß sind die Beiträge für Kranken-, Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung an diesem Freitag fällig. Eingezogen werden sie von der gesetzlichen Krankenversicherung. Um die Abbuchung per Lastschrift zu stoppen, müssen Sie schnellstmöglich um Stundung mit Verweis auf Liquiditätsengpässe wegen der Corona-Krise bitten. Dies geht formlos per E-Mail an die Krankenversicherungen, bei denen Ihre Mitarbeiter beschäftigt sind.
>> zur Agenturmeldung GKV-Spitzenverband

Wann haben wir die Krise überstanden
Um Ihre Unternehmen durch die Krise zu steuern, müssen Sie einschätzen können, wie diese verläuft. Zu Ihrer Unterstützung wollen wir gemeinsam mit Ihnen in die Zukunft blicken. Dafür haben wir eine Umfrage eingerichtet und bitten Sie, diese einmal pro Woche auszufüllen. Die Durchschnittsdaten teilen wir Ihnen schnellstmöglich mit.
>> zur INTOURA-Umfrage

+++ 20.03.2020 +++

Aktuelles zum Thema:

INTOURA Info-Telefon
Ab sofort ist montags bis freitags von 11 bis 16 Uhr unser Corona-Infotelefon unter +491787943333 besetzt.
Wir schulen unsere Geschäftsstelle zum Thema Kurzarbeitergeld, IBB-Kreditantrag u.ä., um Hilfe mit touristischem Background anzubieten und die anderen Hotlines zu entlasten. Juristische Fragen und andere Probleme, die wir nicht direkt beantworten können, geben wir weiter und klären sie mit Fachleuten auf Kosten von INTOURA innerhalb von 48 Stunden.

Soforthilfe 2 für Kleinstunternehmen
Der Senat hat am 19.03.2020 beschlossen, dass Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen bis fünf Mitarbeitern ab nächster Woche nicht-rückzahlbare Hilfen in Höhe von 5.000 € beantragen können. Sobald das Antragsverfahren freigeschaltet ist, informieren wir. Bis dahin bitte noch keine Anträge stellen!

GEMA
GEMA-Verträge ruhen für den Zeitraum, in dem Sie Ihren Betrieb aufgrund behördlicher Anordnungen zur Eindämmung der Pandemie-Ausbreitung schließen müssen. Das gilt für alle Monats-, Quartals- und Jahresverträge. Es entfallen während dieses Zeitraums die GEMA-Vergütungen.

Liquiditätshilfen
Der Antragsservice der IBB ist zeitweise überlastet. Auf der INTOURA-Website haben wir daher alle Unterlagen aufgelistet und verlinkt, die für die Antragsstellung vorbereitet werden müssen:
Liquidität in der Corona-Krise

Stundung aller Steuerarten: Die Berliner Finanzverwaltung hat mitgeteilt, dass im begründeten Fall alle Steuerarten gestundet werden können, also auch die Umsatz- und die Lohnsteuer. Sprechen Sie mit oder schreiben Sie Ihrem Finanzamt! Verspätungszuschläge fallen nicht an.

+++ 18.03.2020 +++

Aktuelles aus unseren Gesprächen mit der Politik:

Entschädigungen
Der Finanzsenator möchte keine Entschädigungen für durch die Verordnung geschlossenen Betriebe zahlen. INTOURA ist der Meinung, dass der Staat hier für seine Schließungsverfügung in der Schuld steht und hat die Senatsverwaltung für Wirtschaft hingewiesen, dass unsere Branche fürs Überleben auf Entschädigungen angewiesen ist. Nur mit Darlehen werden sich viele Unternehmen nicht retten können. Auch die IHK fordert Zuwendungen an die Unternehmen, zum Beispiel aus dem Siwana-Topf. Wir bleiben dran!

Steuern
Vorauszahlungen werden auf Antrag unbürokratisch abgesenkt, nicht bezahlte Steuern lassen sich unproblematisch stunden. Wir haben dazu aufgefordert, bereits gezahlte Steuern zurückzuerstatten, damit nicht pünktliche Zahler besser gestellt werden als säumige Zahler.

Kurzarbeitergeld
Nach unseren Erfahrungen ist die Arbeitsagentur Mitte bereits sehr belastet: Wir drängen darauf, dass Anträge schnellstens bearbeitet werden und die Lohnsteuer auch erst nach Auszahlung des Kurzarbeitergeldes fällig wird. Für die Mitarbeiter fordern wir eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes.

Das Bundesjustizministerium bereitet eine Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis 30.09.2020 vor, was Unternehmen in Schwierigkeiten etwas mehr Zeit verschaffen soll.

+++ 15.03.2020 +++

Die gestrige Verordnung hat für die Attraktionen zumindest Klarheit gebracht. Für Sightseeing- und Touren-Anbieter fehlt die Klarheit noch. INTOURA hat heute die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe um verbindliche Klarstellung gebeten. Gleichzeitig stehen die geschlossenen Betriebe nun vor dem Aus, wenn es nicht schnelle Hilfe der Politik gibt. INTOURA hat auf einen weiteren Round Table Coronavirus mit unserer Teilnahme nächste Woche gedrängt. Gleichzeitig hat nach aktuellem Stand unser Vorsitzender Robert Rückel am Mittwoch einen Termin mit Staatssekretär Rickerts.

INTOURA fordert folgende Soforthilfen für unsere Branche:

  • schnelle Auszahlung des Kurzarbeitergeldes (Anleitung zum Kurzarbeitergeld im Mitgliederbereich der Website)
  • schnelle Genehmigung und Auszahlung von Darlehen aus dem Liquiditätsfonds (Veröffentlichung der Wege soll am Mittwoch erfolgen)
  • Klärung und schnelle Auszahlung der Entschädigungen gem. IfSG oder ASOG
  • Sofortige Rückzahlung der bereits getätigten Steuervorauszahlungen 2020 (da keine Gewinne im Jahr 2020 mehr erwartet werden können)
  • Antragslose Aussetzung der Steuervorauszahlungen für die Branche
  • Sofortige Rückzahlung der Körperschafts- und Gewerbesteuern für 2019 (da Verspätungszuschläge bis Ende 2020 ausgesetzt sind, werden sonst die Unternehmen bestraft, die pünktlich bezahlt und daher jetzt Liquiditätsprobleme haben)
  • Stundung Lohnsteuer und Sozialversicherungen für die März-Löhne

Sobald wir Feedback über Hilfen bekommen, melden wir uns wieder. Wer bereits in den nächsten 14 Tagen ohne finanzielle Hilfen nicht überleben kann, meldet sich bitte direkt bei uns!

+++ 14.03.2020 +++

Der Berliner Senat hat heute beschlossen, dass in Berlin ab sofort alle öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen ab 50 Teilnehmern untersagt sind. Kneipen, Clubs, Spielhallen, Spielbanken, Messen, Wettannahmestellen und ähnliche Unternehmen dürfen nicht mehr für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Dasselbe gilt für Kinos, Theater, Konzerthäuser, Museen, Ausstellungen und ähnliche Einrichtungen und Vergnügungsstätten, ebenso für Prostitutionsstätten.

Vollständige Mitteilung: https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/pressemitteilung.906892.php

+++ 12.03.2020 +++

Die Nachrichten haben sich heute überschlagen: Ab morgen sind die kommunalen Kultureinrichtungen geschlossen.

Auch viele der INTOURA-Vorstände wurden heute gefragt, ob wir unsere Häuser schließen. Unsere Antwort war, dass wir nur auf behördliche Anordnung schließen können, weil wir – anders als die staatlichen Kultureinrichtungen – für das Überleben unserer Einrichtungen auf die Besucher angewiesen sind. Wir tragen die Verantwortung für unsere Mitarbeiter. Wenn wir – nach der oft besucherschwachen Wintersaison – für fünf Monate den Betrieb einstellten, werden das die meisten von uns nicht überleben. Sollte ein Stopp des gesellschaftlichen Lebens aus Seuchenschutzgründen notwendig sein, müssen die Gesundheitsämter dies anordnen und finanzielle Hilfe anbieten. Das muss nach unserem Verständnis dann aber genauso für Restaurants, Geschäfte und Kneipen gelten.

+++ 11.03.2020 +++

Auf Einladung des Vorstands der IBB hat unser Vorsitzender Robert Rückel unsere Branche heute am Runden Tisch zum Thema Liquidität vertreten. Senatsverwaltung für Wirtschaft und IBB arbeiten mit Hochdruck an einer Öffnung des Liquiditätsfonds für unsere Branche und an einer Vereinfachung der Antragstellung für Übergangskredite mit einer Laufzeit von sechs Monaten. Beantragung wird über die Hausbanken stattfinden. Die Details und eine gemeinschaftliche Linie der Hausbanken werden nun ausgearbeitet, der Plan ist, das Instrument ab 18.03.20 zur Verfügung zu stellen. Wir werden dazu informieren – sollte jemand vorab Bedarf haben und bei der Hausbank nicht weiterkommen, bitte melden.

Das Bundeskabinett hat beschlossen, ab April Zugangsvoraussetzungen für Kurzarbeitergeld zu senken und die Sozialversicherungsbeiträge für Kurzarbeit zu erstatten. Vor der Beantragung von Kurzarbeit muss diese aber im Arbeits- oder Tarifvertrag vereinbart sein. Quirin Graf Adelmann v.A. von unserem Mitglied Muson hat uns dankenswerterweise einen passenden rechtskonformen Arbeitsvertragsnachtrag zur Verfügung gestellt, der ab morgen früh im Mitgliederbereich auf der Website zu finden ist.

+++ 09.03.2020 +++

Auf Einladung von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop nahm unser Vorsitzender Robert Rückel heute am Runden Tisch zu wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus teil. Diese sind bisher vor allem im Tourismus zu spüren – wie erwartet gehören wir zu den ersten betroffenen Branchen. Da der Gesundheitsminister zur Absage von Großveranstaltungen rät und die Flugbuchungen nach Europa um durchschnittlich 79% zurückgegangen sind, ist davon auszugehen, dass wir noch erhebliche größere Einbrüche zu erwarten haben. Gerade wurde gemeldet, dass die Reichstagskuppel und damit eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlins ab morgen bis auf Weiteres nicht mehr zugänglich ist. Noch kommen Gäste und wir sollten unser Möglichstes tun, diesen ein großartiges Erlebnis zu ermöglichen und die Panik nicht durch weitere Absagen zu vergrößern.

Es wurde heute besprochen:

  1. Klare Vorgaben: Zur Vermeidung von Panik hat Berlin bisher bewusst noch keine einheitlichen Vorgaben zur Absage von Veranstaltungen gemacht. Es ist davon auszugehen, dass sich das kurzfristig ändert und generell Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen gleichzeitig nicht mehr stattfinden dürfen.
  2. Die IBB wird ihre Liquiditätsfonds für Tourismusbetriebe öffnen. Erster Ansprechpartner sollte aber immer die Hausbank sein. Hierzu gibt es noch diese Woche ein weiteres Arbeitstreffen, nachdem Robert Rückel berichtet.
  3. Der Finanzsenator hat bestätigt, dass Betriebe, die nach dem Infektionsschutzgesetz zwangsweise geschlossen werden, zumindest teilweise entschädigt werden. Das werde aber die absolute Ausnahme bleiben. Wer selbst veranlasst schließt, wird selbstverständlich nicht entschädigt.
  4. Wer mit aktuellen Zahlen nachweisen kann, dass ihn die Corona-Krise betrifft, kann beim Finanzamt die Herabsetzung von Körperschafts- und Gewerbesteuervorauszahlungen formlos beantragen. Solchen Anträgen soll unkompliziert stattgegeben werden.
  5. Mittelfristig will die Senatorin gemeinsam mit dem Bund auch Investitionsprogramme für unsere Branche entwickeln.
  6. Mit Burkhard Kieker von Visit Berlin hat unser Vorsitzender in diesem Rahmen über eine deutschlandweite Kampagne mit Rabatten unter Beteiligung der Attraktionen gesprochen.
  7. Die Bundesregierung hat gestern die Gewährung von Kurzarbeitergeld erleichtert und will die Sozialversicherungsbeiträge zu 100% erstatten. Details dazu sollten nächste Woche vorliegen. Achtung, Kurzarbeit muss im Arbeitsvertrag vereinbart werden, Input dazu kommt von INTOURA.

+++ 06.03.2020 +++

Unsere Live-Umfrage unter den ordentlichen Mitgliedern mit Besucherbetrieb zeigt, dass wir in dieser Woche bereits mit Besucherrückgängen von durchschnittlich 45% zu kämpfen haben. Bei der medialen Panik und mit Blick auf Italien gehen wir davon aus, dass dies erst der Anfang ist. Unstreitig ist der Tourismus (neben der Veranstaltungs- und Messebranche) der erste Leidtragende der Krise.

Die Wirtschaftssenatorin hat das nach unserem Forderungsschreiben erkannt und unseren Vorsitzenden Robert Rückel daher zum Runden Tisch Covid-19 am Montag geladen, um über Hilfe für unsere Branche zu beraten. Zum gleichen Zweck waren wir heute bereits in die IHK geladen und haben uns dort mit anderen betroffenen Branchen ausgetauscht.

INTOURA fordert von der Politik:

  • Rechtssicherheit und klare einheitliche Vorgaben für den Umgang mit Gästen und Veranstaltungen
  • Besonnenheit in der Öffentlichkeitsarbeit: keine übereilten Absagen, Augenmaß bei Quarantäne und Schließungen
  • unkomplizierte, schnelle Hilfen für Unternehmen in Liquiditätsnot
  • Entschädigungen bei angeordneten Betriebsschließungen und Quarantäne
  • Aussetzung von Körperschafts- und Gewerbesteuervorauszahlungen
  • Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge bei Kurzarbeit

Bitte weiterhin täglich die Zahlen melden, damit wir die Entwicklung in unserer Branche zusammenführen und weiterkommunizieren können.

Für einen Vergleich mit den anderen touristischen Anbietern (Hotels, Flughäfen, Landesmuseen, Landestheater, Guides) haben wir mit Visit Berlin vereinbart, dass wir uns gegenseitig die Durchschnittszahlen der Branchen wöchentlich zur Verfügung stellen. Damit können wir direkt Abwärts- und Aufwärtstrends ablesen. Um vergleichbar zu sein, haben wir die Umfrage heute um den prozentualen Umsatzrückgang erweitert und verlängern diese vorläufig bis zum 31.03.

+++ 02.03.2020 +++

Die Absage der ITB ist ein deutliches Zeichen, dass der Coronavirus insbesondere unsere Branche erheblich treffen wird. Ohne in Panik zu verfallen, sollten wir uns darauf vorbereiten. Das betrifft nicht nur Hygiene-Anweisungen an die Mitarbeiter, die selbstverständlich sein sollten, sondern vor allem die Beschäftigung mit möglichen Folgen.

In Hong Kong ist der Tourismus im Februar gegenüber dem Vorjahr um 99% eingebrochen, die Bilder aus Mailand lassen auch drastische Zahlen erwarten. Bisher ist nur der Tourismus aus besonders betroffenen Gebieten wie China und Italien eingebrochen, aber wir alle erhalten bereits die ersten Stornos von Gruppenbesuchen. Da wir davon ausgehen müssen, dass die Menschen aus Angst vor Ansteckung Reisepläne insbesondere in Großstädten aufgeben, müssen wir alle davon ausgehen, dass unser Geschäft in den nächsten Monaten und damit auch in der so wichtigen Ostersaison drastisch einbrechen wird. Heute nun ist der erste Fall in Berlin aufgetreten. Die Berliner werden zuerst Theaterbesuche oder Ausflüge mit der Familie reduzieren. Berliner und Brandenburger werden sich hoffentlich in wenigen Wochen daran gewöhnen und wieder ihr normales Leben aufnehmen, beim Tourismus wird der Einbruch definitiv nachhaltiger sein.

Neben dem Besuchereinbruch sind bei Ausbrüchen in unseren Unternehmen auch angeordnete Betriebsschließungen oder zwangsweise Quarantäne der gesamten Belegschaft denkbar. Für Großveranstaltungen hat der Krisenstab der Bundesregierung Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes veröffentlicht. Ab wann eine Veranstaltung als Großveranstaltung gilt, bleibt bisher unklar.

Unser Fördermitglied HÄRTING Rechtsanwälte hat uns bereits für unseren Geschäftsbetrieb wichtige juristische Fragen (Entschädigungen, Kurzarbeit, Mundschutz u.a.) beantwortet. Ihr findet die Antworten neben weiteren Ratschlägen im Mitgliederbereich.