Branchenveranstaltung „Fachkräftemangel im Berliner Tourismus“ – und die Bedeutung für die Attraktionen unserer Stadt

Im Deutschen Spionagemuseum trafen sich am 29. April 2019 rund 50 Branchenkundige zur Diskussion. Hendrik Frobel (1. Vorsitzender INTOURA) stellte die einleitenden Fragen: Was bedeutet der Fachkräftemangel für die stetig wachsenden Besucherzahlen? Welche Auswirkungen hat diese Herausforderung auf die Qualität unserer Gästebetreuung?


In einer Live-Präsentation stellte Dr. Constantin Terton (IHK Bereichsleiter Fachkräfte & Innovation) den „Fachkräftemonitor“ vor. Ein Online-Tool, das den Bedarf an Fachkräften in Bezug auf Branchen und Qualifikation von heute bis zum Jahr 2030 darstellt. Das Tool gibt Hinweise auf Trends und kann von Unternehmern genutzt werden, um den individuellen Handlungsbedarf zu entwickeln.

Frau Prof. Dr. Regina Baumgärtner (Tourismusbetriebswirtschaftslehre ABWL & Marketing, HWR) gab interessante Einblicke in das Konzept des dualen Studiums BWL/Tourismus und berichtete von den Erfahrungen. Sie setzt sich für mehr Kurse pro Jahrgang und eine noch stärkere Verknüpfung mit touristischen Unternehmen ein.

Im zweiten Teil trafen sich Geschäftsführer Berliner und Brandenburger Attraktionen auf dem Podium zur Diskussion: Andreas Behrens erläuterte die umfassende Ausbildungs-Strategie der Stern- und Kreisschiffahrt. Er erzählte von Ideen und Anreizen, die eine Attraktion entwickeln kann, um Mitarbeitern auch im Saison-Geschäft eine langfristige Beschäftigungs-Perspektive zu geben. Zu diesen Themen konnte auch Frank Havemann beitragen, dessen „Karls Erdbeerhof“ im Brandenburgischen Elstal zusätzlich Probleme wie Wohnraum und Erreichbarkeit lösen muss. Robert Rückel, Direktor des Deutschen Spionagemuseums, plädierte unter anderem auch für die Ausbildung „nicht jeder gute Job benötigt heute studiertes Personal. Als Museum sind wir ein interessanter Arbeitgeber.“

Im Fazit lässt sich ein deutlich spürbarer Mangel an Fachkräften im Tourismus ablesen. Das Publikum konnte von vielen engagierten Ansätzen und Unternehmen erfahren, die sich auf ihre ganz eigene und kreative Weise dem Problem stellen und innovative Lösungen entwickeln.

Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Gordon von Godin (DDR Museum) wird sich formieren. Interessiert an einer möglichen und erweiterten Arbeit zu diesem Thema waren weiterhin Daniel Wiegand (Hauptstadtreisen) und Andreas Behrens (Stern- und Kreisschiffahrt). Die Repräsentanten der IHK und HWR freuen sich ebenfalls auf künftigen regen Austausch.



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