Archiv für den Monat: Oktober 2014

EINLADUNG – INTOURA Berlin e.V. – Themen die bewegen

Termin: Freitag, 31. Oktober 2014
09.00 bis ca. 10.30 Uhr (für Interessierte: Site Inspection Humboldt-Box bis ca. 11.00 Uhr)

Ort: HUMBOLDT-BOX BERLIN (4. Etage)
Schlossplatz 5 10178 Berlin

Wir möchten unsere Mitglieder des INTOURA Berlin e.V. und alle interessierten Branchenvertreter herzlich einladen, sich mit dem für Berlin doch sehr interessanten und richtungsweisenden Thema einmal etwas intensiver und im direkten Kontakt mit der Projektverantwortlichen bei visitBerlin auseinanderzusetzen:

Akzeptanzerhaltung im Tourismus

„Die Besucherzahlen in Berlin steigen. Dies bringt Veränderungen im Stadtraum mit sich. visitBerlin ist beauftragt worden, neue Ansätze zu entwickeln, wie die positive Grundhaltung und die Lebens- und Aufenthaltsqualität im Miteinander von Berlinern und Touristen gesichert werden kann. Ziel ist es, das zunehmende touristische Aufkommen mit einer gesunden und nachhaltigen Tourismusentwicklung zu verknüpfen.“

akzeptanzerhaltung-im-tourismus

Wir freuen uns sehr auf die Projektpräsentation von Frau Zantout, zuständige Projektleiterin bei visitBerlin, mit anschließender – durchaus kritischer – Diskussion und Zeit zum Netzwerken.

Gerne können Interessierte anschließend an einer Site Inspection in der Humboldt-Box teilnehmen.

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Tim Renner will Ticketpreise erhöhen

Berlin,  13.  Oktober  2014  –  Während Kulturstaatssekretär Tim Renner am Wochenende  höhere Ticketpreise  für subventionierte Theater ins Spiel gebracht hat, fordert  der  Branchenverband  Intoura  entsprechende  Zuschüsse  erst einmal transparent zu machen.  Staatlich subventionierte Institutionen sollten auf verkauften Tickets  den tatsächlichen  Kartenpreis zzgl. Zuschuss aus Steuergeldern angeben.

Im  Wettbewerb  zwischen  geförderten  und  sich  selbst  tragenden  Kultureinrichtungen  wären  nur so  faire  Voraussetzungen  gegeben.  Dass  ein  Ticket  in  der  Staatsoper  257  €  teurer ist,  als  auf  dem  Ticket  angegeben,  wissen  die  meisten  Opernbesucher  gar  nicht.    Ein  Vergleich  mit  nichtgeförderten  Theatern  wie  dem  Chamäleon  Theater,  dem  Wintergarten-­‐Varieté  oder  den  Stage-­‐ Theatern  ist  somit  gar  nicht  möglich.  „Was  in  der  Kultur  als  normal  angesehen  wird,  ist  in  anderen  Branchen  schlicht  Wettbewerbsverzerrung“,  meint Hendrik  Frobel,  Mitglied  im  Vorstand von  INTOURA  und  Geschäftsführer  des  Chamäleon  Theaters

Genauso  stellt  sich  die  Situation  bei  den  Museen  dar:  Computerspielemuseum,  Currywurst Museum,  DDR  Museum  oder  Story  of  Berlin  finanzieren  ihre  Arbeit  durch  die  Tickets und halten die  Preise  trotzdem  moderat.  Natürlich  vergleicht  der  Besucher  die  Preise  mit  denen  der  staatlichen  Häuser,  die  –  berücksichtigt  man  die  Steuereinnahmen  –  leicht mehr als  fünffach  so  hoch sind,  aber  günstiger  erscheinen.

Robert  Rückel,  stellvertretender  Vorsitzender  von  INTOURA  und  Direktor  des  DDR  Museum, stellt  klar:  „Natürlich  muss  die  Staatsoper  genauso  wie  die  Museumsinsel  weiter gefördert  werden,  aber  die  Besucher  müssen  erkennen,  warum  das  Technikmuseum  für  den  gleichen  Eintrittspreis  die  fünfzigfache  Ausstellungsfläche  des  Computerspielemuseums  bieten  kann.“

Zu  der  von  Renner  ins  Spiel  gebrachten  Erhöhung  der  Ticketpreise  mahnt  der  Verband  zur  Zurückhaltung:  Hochkultur  muss  auch  für  Geringverdiener  bezahlbar  sein,  Spielraum  für  eine  deutliche  Erhöhung  gibt  es  daher  nur  auf  den  besten  Plätzen.

Intoura  ist  der  Interessensverband  der  touristischen  Attraktionen  Berlins.  Er  bündelt  die  Stimmen  von  Attraktionen,  Museen,  Aussichtspunkten,  Stadtführern,  Rundfahrtanbietern, Reedereien,  Theatern  und  vertritt  die  Interessen  gegenüber  Politik,  Behörden,  Verbänden  und  Agenturen.